Bereits zum fünften Mal fand am letzten Augustsamstag die Fledermausnacht im Krebsbachpark in Bruchköbel statt.
An insgesamt fünf Stationen konnten die etwa 350 Kinder, Jugendliche und Erwachsene Wissenswertes, aber auch Kurioses über Fledermäuse erfahren. Das ist ein neuer Rekord! Es gab Spiele und Quizfragen für alle Altersgruppen, Kinderschminken, Malen und Basteln von Fledermausmasken, Analyse von Fledermausnahrung (unsere europäischen Fledermäuse fressen ausschließlich Insekten und Spinnen, aber die spannende Frage ist, was genau sie gefressen haben?) und wer mindestens vier Fledermaus-Stempel auf seinem Besucherkärtchen vorweisen konnte, erhielt ein Zertifikat als Junior-Fledermausforscher. Obendrein gab es Fledermausplätzchen und Ansteckbuttons für die kleinen Forscher. Ein Stand mit verschiedenen Kaufangeboten wie Fledermaus-Schlüsselanhänger, Plüschfledermäuse, Fledermaus-Bastelbogen, -Ringe und -Ketten, aber auch Bücher über Fledermäuse ergänzte das Angebot. Darüber hinaus gab es eine kleine Modenschau mit Kindern, bei denen zehn einheimische Fledermausarten mit Kurzportraits vorgestellt wurden. Neu in diesem Jahr war auch ein Spiel, bei dem Kinder die Originalversuche des Fledermausforschers Martin Eisentraut zur Schwarz-Weiß-Unterscheidung nachempfanden. Auch Hunger und Durst konnten gestillt werden: im Angebot waren kalte Getränke und Brezeln in Fledermausform, die von Mitgliedern der Kinderschola St. Familia gebacken worden waren. Zudem gab es auch wieder das Schwungtuchspiel zur Erläuterung der ökologischen Zusammenhänge bei Fledermauslebensräumen.
Möglich wurde diese Veranstaltung durch den Vogelschutzverein Roßdorf und die Bürgerhilfe Bruchköbel, die erneut die Organisation übernommen hatte. Vom Auf- und Abbau bis zur Betreuung der einzelnen Stationen waren insgesamt 25 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Und zum Schluss gab es viele Ahs und Ohs und große Kinderaugen als bei Einbruch der Dunkelheit etliche Fledermäuse über dem Krebsbachpark flogen. Mit Hilfe von Ultraschalldetektoren wurden die Echoortungsrufe der fliegenden Insektenjäger für uns Menschen hörbar. Ein beeindruckendes Erlebnis, das hoffentlich auch nach der demnächst beginnenden Umgestaltung des Parks noch möglich sein wird.

