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* Gelungene Rundumsicht zu einem wichtigen Thema

Informationsveranstaltung der Bürgerhilfe Bruchköbel stieß auf großes Interesse

Wie kann man insbesondere im Alter möglichst selbstbestimmt leben? Welche Unterstützung gibt es bei Pflege und Krankheit? Und wie kann man rechtzeitig für schwierige Situationen vorsorgen? Mit diesen wichtigen Fragen beschäftigte sich eine Informationsveranstaltung der Bürgerhilfe Bruchköbel zum Thema „Unterstützung im Alter – Lebensqualität erhalten“ im Bruchköbeler Stadthaus. Rund 120 Besucherinnen und Besucher kamen zu der Veranstaltung. Der Saal war voll besetzt – ein deutliches Zeichen für das große Interesse an diesem wichtigen Thema.

Drei kompetente Referentinnen und ein Referent gaben den Gästen wertvolle Informationen und Einblicke. Claudia Jost vom Pflegestützpunkt gab unter anderem folgende Fragen in die Runde: Wo bekomme ich Hilfe? Pflegebedürftig – was nun?  Wo kann ich mich informieren? und wies dann auf die entsprechenden Möglichkeiten hin. Übrigens: Das Büro des Pflegestützpunktes befindet sich seit wenigen Monaten in direkter Nachbarschaft zur Bürgerhilfe. Annette Böhmer-Seeliger von der Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst sprach dann über die Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen. Im Mittelpunkt stehen dabei menschliche Zuwendung, Begleitung und die Möglichkeit, auch in einer schwierigen Lebensphase Würde und Lebensqualität zu erhalten. Gleichzeitig warb sie für ein ehrenamtliches Engagement als Hospizbegleiter.

Dr. Maria Haas-Weber von der Palliativhilfe beschrieb, was Palliative Geriatrie bedeute. Sie verbinde Altersmedizin mit Palliativversorgung und ziele darauf ab, meistens hochbetagten Menschen ein würdiges und beschwerdefreies Leben und Sterben zu ermöglichen. Auch die Herausforderungen des demografischen Wandels und die Kriterien für eine palliative Behandlungsstrategie wurden von ihr anschaulich dargestellt um dann auch Ziele und Lösungsvorschläge für eine bessere palliative Versorgung zu benennen.

Michael Roth gab abschließend Informationen zum wichtigen Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung weiter. Er bot bei entsprechendem Interesse weitere Informationsveranstaltungen in kleiner Runde zu diesem Thema an. Außerdem steht er auch im Rahmen der Bürgerhilfe für Beratungsgespräche zur Verfügung.       

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Unterstützungsmöglichkeiten im Alter und in der Region Bruchköbel sind. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es sinnvoll ist, sich rechtzeitig zu informieren und wichtige Entscheidungen nicht erst dann zu treffen, wenn eine schwierige Situation bereits eingetreten ist.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich der Vorsitzende der Bürgerhilfe Joachim Rechholz herzlich bei Claudia Jost, Annette Böhmer-Seliger, Dr. Maria Haas-Weber und Michael Roth für ihre wertvollen und interessanten Beiträge sowie die sehr souveräne und angenehme Art der Präsentationen und übergab als Dank jeweils ein kleines Präsent. Nach Beendigung des offiziellen Teils standen die Referenten gerne für weitere Fragen zur Verfügung und dies wurde auch reichlich genutzt.

von links: Michael Roth, Annette Böhmer-Seeliger, Claudia Jost. Joachim Rechholz